Basaltgestein ist ein sehr stabiles, jedoch auch relativ leichtes Material vulkanischen Ursprungs. Das Material ist auf Greifental und eigentlich überall im FoE-Universum sehr begehrt. Benötigt wird es für die Errichtung Legendärer Bauwerke, für Verhandlungen mit den Dschungelinos, zur Lösung von Eventaufgaben und Quests des Kaierreichs. Ohne Basalt ist, wie es auch schon mit den Gesteinsarten Stein, Marmor, Kalksandstein und Alabaster der Fall ist, kein erfolgreicher Städtebau im Universum möglich.

Alberichs Kundschafter haben so wie er selbst, auf dem Planeten zum Teil sehr reichhaltige Gesteinsvorkommen entdeckt. Marmor zum Beispiel baut Alberich in der Provinz xyz ab, Granit kommt in der Provinz reichlich vor. Bei einem dieser Granittransporte in die Hauptstadt Sapalot wurde dann von Fuhrleuten das Basalthuhn entdeckt. Es ist locker mannsgroß, mit überwiegend grau-schwarzer Gefiederfarbe und damit seiner natürlichen Umgebung bestens angepaßt. Der verhältnismäßig kleine Kopf mit dem einer Ente nicht unähnlichen Schnabel, sitzt auf einem langen, nur dünn weißlich befiederten Hals.

Das Weiß geht in Brustnähe in ein helles Grau über, das Brust und Unterkörper ziert. Die Stummelflügel des flugunfähigen Basalthuhns sind kräftig Schwarz. Die Außenschwingen tragen eine deutliche, dunkelgraue Doppelbinde. Den äußeren Streifen dieser Binde zieren bei Hähnen nur während der Balzsaison drei deutlich zu sehende, kräftig graubraune Flecken.

Bis zur Entdeckung Alberichs und seiner Fuhrleute waren Basalthühner gänzlich unbekannt auf dem Planeten. Das spricht für ihre heimliche und sehr zurückgezogene Lebensweise in den Tälern der Provinz. Besonders häufig sollten sie darüber hinaus angesichts der fehlenden Berichte aus anderen Regionen sicher nicht vorkommen.

So ein Basalthuhn wiegt gerupft und ausgenommen gut und gerne seine 20 Kilogramm. Also eine ordentliche Portion dunklen, muskolösen Fleisches für die Kessel am Königlichen Hof zu Sapalot und der Taverne. Es muss sich beim Basalthuhn tatsächlich um eine Hühnerrasse handeln, das Fleisch schmeckt ähnlich dem eines ganz normalen Haushuhns unserer Breiten.

Die Grandalanuß hingegen, könnte auch Monsternuß heißen. Schon ihre Bäume sind von gegenüberliegenden Berghängen in den Dschungelregionen deutlich auszumachen, überragen sie andere Baumarten doch deutlich. Es sind laubtragende Bäume mit mächtigen Stämmen, nicht selten mit einem Stammumfang von sechs bis sieben Metern und Wuchshöhen zwischen 30 und 40 Metern, weitausladenden Kronen an deren Ästen die Nüsse hängen. Grüngelbliche Früchte von der halben Größe eines Elefantenkopfes, paarig an den Ästen baumelnd, sind das untrügliche Merkmal. In Jahren reichen Fruchtertrags hängen oft mehrere Nusspaare hintereinander gereiht an den Ästen in luftigen Höhen.

Fallen die Früchte zu Boden, platzt die grüngelbliche Hülle mit einem lauten „Plopp“ auseineander. Darunter kommt eine dicke Matte von weißem Pflanzenmark zum Vorschein, welches die Nüsse beim Aufprall auf den Dschungelboden vor größeren Beschädigungen schützt. Kleine Risse in der fingerdicken holzigen Schale der eigentlichen Nuss müssen sein, damit Feuchtigkeit eindringen kan und dem neuen Pflanzenkeim in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Der Wachstums-Kreislauf kann beginnen.

Um die Nuss aus ihrer Schale zu befreien, bedarf es schon eines kräftigen Hiebes mit einer Axt, Machete oder dem Schwert. Der weiße Kern hingegen ist nicht besonders hart, an der Oberfläche fein gerillt und läßt sich gut in größere Stücke zerteilen. Die ölhaltige bißfeste Nuss ist sehr schmackhaft. Fein geraspelt eignete sie sich vorzüglich zum Panieren von Fleisch, Fisch und Geflügel.

Weder das erstaunliche Basalthuhn noch die vortreffliche Grandala-Nuss können sie in einem irdischen Geschäft erstehen. Wir kennen aber Lebensmittel hier auf unserem Planeten, die den beschriebenen zumindest im Geschmack sehr ähnlich sind. Das Eine sind Hühner, Grillhähnchen um genau zu sein. Das Andere Cashew-Kerne. Also zaubern wir damit unser eigenes „Basalthuhn in Grandalanuß-Kruste“ a la Marktschreier. Auch mit dem Blattgemüse sollten wir keine Probleme bekommen. Je nach Geschmack und Verfügbarkeit nehmen wir dazu jungen Blattspinat oder Mangold.

Beim Hähnchenfleisch entscheiden wir uns für die Filetteile. Achten sollten wir beim Einkauf darauf, das Geflügel aus naturnaher Aufzucht und Haltung zu erwerben, frei von Gentechnik und Arzneimitteln. Das ist zwar etwas teuer, an halben Chemieerzeugnissen und Antibiotikageiern sind wir jedoch nicht interessiert! Sie werden den Unterschied auch am Geschmack des Fleisches angenehm feststellen können.

Für vier Personen nehmen wir also vier Hähnchenfilets, 2 Eier, ca. 75 gr Panade (nehmen sie Semmelbrösel, kein Paniermehl!), zwei Eßlöffel Mehl, Salz und Pfefer.

Für das Gemüse benötigen Sie 400 gr jungen Spinat oder Mangold. Eine kleine Zwiebel und etwa 250 gr Kirschtomaten.

Das Rezept – die Zubereitung des Hähnchens:

Ein Drittel der Cashewkerne fein mixen, übrige Kerne grob hacken. Die Eier in einer Schüssel verquirlen. Feingehackte Cashewkerne und Semmelbrösel in einer Schüssel vermengen. Mehl in eine weitere Schüssel geben. Filets mit Salz und Pfeffer würzen, zuerst im Mehl, dann im Ei und zum Schluß im Panademix wenden. Den Nuss-Semmelbrösel-Mix kräftig andrücken.

Der nächste Schritt ähnelt einer Glaubensfrage, ist aber schnell durch guten Geschmack entschieden. Anstelle von zwei bis drei erhitzten Eßlöffeln Öl in der Pfanne, kann man die Filets auch im Butterschmalz „schwimmend“ herausbacken. In beiden Fällen jedoch nur so lange, bis sie rundum schön goldbraun sind. Danach die Filets auf ein Backblech oder in eine ofenfeste Form geben und das Fleisch im Backofen ca. zehn Minuten nachgaren lassen (Umluft: 150° C/E-Herd 175° C).

Zubereitung Gemüse:

Die übrigen Cashewkerne werden in einer Pfanne ohne Fett geröstet. Die geschälte und fein gewürfelte Zwiebel und die Kirschtomaten in einer weiteren Pfanne in etwas Öl andünsten, dann den Spinat zugeben. Das Blattgemüse zusammenfallen lassen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Hast Du Mangold verwendet, läßt Du Muskat weg.

Nimm jetzt das Fleisch aus dem Backofen und schneide es in Scheiben. Je ein Filet pro Person auf einer Portion Blattgemüse im Teller anrichten. Zu guter Letzt streue über das Ganze die gerösteten Cashewkerne.

Voila – unser Hähnchen a la „Alberichs Basalthuhn in Grandalanuß-Kruste an Blattgemüse“ ist fertig. Ich wünsche Guten Appetit!

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Dodo